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25.09.2022

AskImam: I cheated on my wife

In dieser Frage lernen wir einen sehr zerknirschten Fragesteller kennen. Grund für seine Zerknirschung ist, dass er sich hinter dem Rücken seiner Frau selbst befriedigt, Telefonsex konsumiert und nun auch das erste Mal in einen, wie er es nennt, Massagesalon gegangen ist. Seiner Beschreibung nach kam es dort zu intimen Handlungen.
Er fühlt sich körperlich verletzt, hat geweint und bei Gott bereut. Nun möchte er unter Anderem wissen, ob seine Reue (Tauba) angenommen wurde.
Der hanafitische Mufti meint zunächst, dass die Schuldgefühle Zeichen seines Glaubens seien. Sodann zitiert der Mufti einen Koranvers, dessen Kernaussage lautet, dass Gott alle Sünden verzeihe. Damit könnte die Antwort eigentlich zu Ende sein, ganz so einfach ist es dann allerdings doch nicht.
Nun arbeitet der Mufti Aspekte heraus, aus denen man schließen kann, dass Gott einem Sünder verziehen hat. Dazu zählen große Scham und vor allem dass die Sünde nicht wiederholt wird.
Sodann wirft der Mufti die Frage auf, was passiert wäre, wenn ihn im Salon oder bei der Massage der Tod ereilt hätte. Dann wäre der Fragesteller nämlich als Sünder gestorben. Das dürfte den ohnehin schon zerknirschten Fragesteller nicht unbedingt beruhigen. Auch nicht, dass er ihm schließlich noch einen Koranvers mitgibt, nach dem Gott alles sieht. Es ist noch anzumerken, dass schon die Selbstbefrieidung nach weit verbreiteter Meinung eine Sünde darstellt, insbesondere bei Verheirateten.

Schlagworte: Unzucht, Selbstbefriedigung, Sünde, Reue, Hanafiten

18.09.2022

AboutIslam: Should You Ask about Halal Ingredients of Everything?

In dieser Fatwa geht es um ein Thema, das einige Muslime in westlichen Ländern zum Teil intensiv beschäftigt, nämlich um verbotene Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und anderen Produkten. Gemeint ist hier vor allem Schwein und Alkohol.
Der streng sunnitische Mufti erwähnt zwei Wege, die solche Inhaltsstoffe entschuldigen. Zum Einen kann es sein, dass manche Inhaltsstoffe so weit verbreitet sind, dass sie nicht vermeidbar sind. Dann ist es entschuldigt ein solches Produkt zu konsumieren oder zu benutzen. Als zweiten Weg erwähnt er das Konzept der Veränderung (Istihala). Als Beispiel dafür nennt er Alkohol, der zu Essig wurde. Der Essig sei dann erlaubt.
Abschließend warnt der Mufti noch davor von diesem Thema zu besessen zu sein und bezieht sich dabei auf Aussprüche Muhammads. Diese Warnung ist berechtigt, denn es gibt einige Muslime, die bis zum letzten analysieren welche Zusatzstoffe in Lebensmitteln und anderen Produkten vom Schwein stammen oder hinter welchen Zusatzstoffen sich Alkohol verbirgt, auch wenn sie in noch so geringen Mengen in den Produkten enthalten sind.

Schlagworte: Inhaltsstoffe, Schwein, Alkohol, Verbreitung, unvermeidbar, Veränderung