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11.04.2021

The Canberra Times: Surprise over Australia's two Grand Muftis

Eine auf den ersten Blick kuriose Meldung kommt gerade aus Australien. Das Land verfügt nun über zwei Großmuftis. Das ist allerdings möglich, wenn solche höchsten Positionen nicht durch staatliche Gesetzgebung geregelt sind. Bei einer staatlichen Regelung würde es sich dann um einen Staatsmufti handeln. Möglich ist auch ein oberstes Fatwagremium zu schaffen, wie es beispielsweise in Saudi-Arabien der Fall ist. Vielleicht wäre das auch hier - unabhängig von einer staatlichen Regelung - eine Lösung.
Die älteste islamische Organisation Australiens hatte zunächst seit 1989 diese Position vergeben, sie aber 2007 aufgegeben. Seitdem hatte eine andere islamische Organisation diese Position vergeben. Sie ist folglich aktuell durch einen von ihr bestimmten Geistlichen besetzt. Gleichwohl hat erstere Organisation nun wieder die Praxis aufgenommen einen Großmufti zu bestimmen, so dass es nun zwei Großmuftis in Australien gibt.
In der Auseinandersetzung führen die Organisationen nun die Qualifikationen der Geistlichen, die Anzahl der zu ihnen gehörenden Imame, der ihnen folgenden Muslime und Indizien mit wem die Regierung zusammenarbeiten werde an. Das kann in der Tat noch zu Verwirrung bei Gläubigen und Problemen bei der Regierung den richtigen Ansprechpartner zu finden führen.

Schlagworte: Großmufti, Australien, AFIC, ANIC

04.04.2021

Darul Ifta Birmingham: Why in Islam Men Cannot Pray Behind a Female Imam

Immer mal wieder taucht die Frage auf aus welchem Grund Frauen nicht Vorbeterinnen für Männer sein dürfen. Der Mufti verweist in seiner Antwort zunächst auf einen Ausspruch Muhammads dahingehend. Frauen dürften zwar das Gebet anderer Frauen leiten, das werde aber von der hanafitischen Rechtschule stark missbilligt.
Dann führt der Mufti einen weiteren Ausspruch Muhammads an wonach die besten Reihen im Gebet für die Frauen die hinteren Reihen seien und die Schlechtesten die Vorderen. Den Ausspruch deutet der Mufti so, dass die schlechten Reihen u. A. weniger (spirituellen) Lohn bringen. Demnach könnten Frauen als Vorbeter kaum den größten Lohn erhalten.
Nach einem dritten Ausspruch Muhammads sei die mündliche Lobpreisung Gottes Sache der Männer und das Klatschen Sache der Frauen. Diesen Ausspruch deutet der Mufti so, dass die Frauen und Männer auf diese Weisen die Aufmerksamkeit des Vorbeters auf etwas während des Gebetes lenken können, z. B. einen Fehler. Daraus schließt der Mufti, dass es Frauen verboten sei den Imam durch ihre Stimme auf etwas aufmerksam zu machen. Sie dürften also erst Recht nicht Männer im Gebet leiten.
Die Schlüsse, die der Mufti zieht sind keineswegs zwingend, bzw. selbst wenn man seinen Deutungen folgt, ergeben sich seine Schlüsse nicht zwingend, insbesondere ergibt sich aus den schlechten Reihen kein vollkommener Ausschluss für Frauen. Den ersten angeführten Ausspruch könnte man auch historisch deuten, da dort als weiteres Beispiel Beduinen verboten wird Gläubige, die mit Muhammad aus Mekka ausgereist sind, im Gebet zu leiten. Gläubige Beduinen werden sicher nicht mehr als Vorbeter ausgeschlossen.

Schlagworte: Frauen, Vorbeterinnen, Männer, Deobandis